Ist KI im Unternehmen DSGVO-konform? Was Geschäftsführer wirklich beachten müssen
Von Johannes Jäger, CEO & Gründer
Bei kaum einem Thema sind deutsche, österreichische und Schweizer Geschäftsführer so vorsichtig wie beim Datenschutz, und das zu Recht. Die gute Nachricht: KI-Automatisierung und DSGVO schließen sich nicht aus. Es kommt darauf an, wie das System gebaut ist. Dieser Beitrag ist eine praktische Orientierung, keine Rechtsberatung. Neben der DSGVO betrifft dich auch der EU AI Act.
Die vier Punkte, auf die es ankommt
- Auftragsverarbeitung (AVV). Zu jedem Dienst, der personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet, gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag. Das ist Standard und sollte selbstverständlich sein.
- Datensparsamkeit. Ein gutes System verarbeitet nur die Daten, die es wirklich braucht. Je weniger personenbezogene Daten überhaupt durch ein KI-Modell laufen, desto kleiner das Risiko.
- Speicherort. EU- oder DACH-Server und klare Löschkonzepte schaffen Vertrauen und erleichtern die Einhaltung.
- Transparenz und Rechte. Betroffene müssen Auskunft, Berichtigung und Löschung verlangen können. Das muss technisch vorgesehen sein, nicht nachträglich angeflanscht.
Warum eigener Code mehr Datenkontrolle gibt
| Gemietetes No-Code | Eigene Lösung | |
|---|---|---|
| Wo liegen die Daten | Bei Drittanbietern | Wo du es festlegst |
| Welche Daten fließen | Schwer kontrollierbar | Genau definiert |
| Löschung | Vom Anbieter abhängig | In deiner Hand |
| Datenkontrolle | Eingeschränkt | Vollständig |
Viele Anbieter setzen auf fertige No-Code-Plattformen, bei denen deine Daten durch mehrere Dienste Dritter laufen. Das ist bequem, macht Datenschutz aber schwerer kontrollierbar. Wird ein System dagegen in Code auf deinem eigenen Stack gebaut, bestimmst du, wo die Daten liegen, welche überhaupt verarbeitet werden und wie gelöscht wird. Das ist der oft übersehene Datenschutz-Vorteil eigener Lösungen. Mehr zum Unterschied in Selbst bauen oder No-Code?.
DSGVO-Konformität ist keine Checkbox am Ende, sondern eine Entscheidung am Anfang: Wie das System gebaut wird, entscheidet, wie gut du deine Daten kontrollierst.
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Das Wichtigste in Kürze
- KI und DSGVO schließen sich nicht aus, es kommt darauf an, wie das System gebaut ist.
- Die vier Kernpunkte: AVV, Datensparsamkeit, Speicherort, Betroffenenrechte.
- Eigener Code auf deinem Stack gibt mehr Datenkontrolle als gemietete No-Code-Tools.
- Datenschutz gehört an den Anfang des Projekts, nicht ans Ende.
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